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Wohin mit dem Wasser?

Die Fakten

Auf der Frankenthaler Terrasse, auf der auch Mutterstadt liegt, hat sich Ende der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts der Stand des oberflächennahen Grundwassers wieder deutlich erhöht. Nach zwischenzeitlich niedrigen Grundwasserständen werden nun wieder Pegelstände erreicht, wie sie bis zu den sechziger Jahren in unserer Region üblich waren. Die Gründe dafür und die Auswirkungen auf Bebauung und Landwirtschaft wurden in den Medien und Veranstaltungen der Betroffenen in den letzten Jahren ausführlich diskutiert.

Ausgelöst durch die extremen Witterungsverhältnisse im Frühjahr 2001, wo auf der Frankenthaler Terrasse Kellervernässungen in großem Ausmaß und großflächige Überflutungen der Felder beklagt wurden, suchte man nach einer Lösung des Problems. Im Jahr 2003 wurde dann eine Studie vorgestellt, wie man durch Verbesserung der Abflussverhältnisse eine schnellere Entwässerung erzielen kann - nachzulesen unter http://www.sgdsued.rlp.de/Downloadbereich/downloadbereich.htm.

Von dem vorgestellten Maßnahmenbündel, ist die im Gutachten erwähnte „Südspange“ für die Gemeinde Mutterstadt von großer Bedeutung. Dabei handelt es sich um eine neue Grabenverbindung zwischen dem Floßbach und dem Rehbach. Vorhandene Gräben sollen dabei aufgeweitet und neue Grabenverbindungen gebaut werden. Da der Graben gegen das natürliche Geländegefälle verläuft und einen ausreichenden Wasserabfluss gewährleisten soll, ist eine Tiefe zwischen 2,5 und 4 m erforderlich. Außerdem soll er zum Schutz der direkten Unterlieger (Limburgerhof und Neuhofen) auch als Rückhalteraum bei hohen Wasserständen dienen. Um dieser Anforderung gerecht zu werden wird er eine Sohlbreite von etwa 4,5 m und eine Grabenrandbreite von etwa 12 m erhalten. Neben der erwarteten Wasserabsenkung von etwa 30 cm auf der Feldflur, westlich von Mutterstadt, soll die „Südspange“ weiterhin das Wasser aus angedachten örtlichen Entwässerungsmaßnahmen zum Schutz der Bebauung im westlichen Ortsteil von Mutterstadt aufnehmen.
Bei einer Veranstaltung des Gewässerzweckverbandes Isenach/Eckbach am 30. November 2004 in Mutterstadt wurde ein wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept und eine Umweltverträglichkeitsstudie für den Grabenverlauf vorgestellt. Diese Studie bezieht sich jedoch nicht auf den Verlauf der „Südspange“ wie er in der Studie von 2003 vorgesehen war, sondern es wurde eine Variante 2 vorgestellt, deren Trasse mitten durch den Mutterstadter Wald führen soll. Im Anschluss stimmten die Verbandsmitglieder einstimmig für diese Variante 2 (Rheinpfalzbericht vom 02.12.2004).

Mit dieser Abstimmung ist zwar noch keine endgültige Entscheidung gefallen, aber es wur-den im Vorfeld einige Betroffene wie z.B. der Trinkwasserzweckverband, der drei wichtige Trinkwasserbrunnen im Wald betreibt, die Naturschutzverbände und auch die Mutterstadter und Limburgerhofer Bürgerinnen und Bürger, deren wichtigstes Naherholungsgebiet mit etwa 4,5 % Waldbestandes einschneidend betroffen ist, nicht in die Meinungsbildung für diese Trassenänderung einbezogen.
Die bisher praktizierte Art des Verfahrens entspricht in keiner Weise dem Grundsatz der Lokalen Agenda 21, der fordert, dass alle wichtigen Entscheidungen unter Beteiligung aller Betroffenen in einem transparenten Prozess herbeigeführt werden. Dabei sind auch die betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Mutterstadt und Limburgerhof zu beteiligen.

 


(Bilder: Wentz) 

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